Mein verlorener Zwilling – und ich?

Schwangerschaft

Wie prägend die vorgeburtliche Zeit für ein beginnendes Leben ist wird immer bekannter. 40 Wochen wächst das ungeborene Kind in seiner Mutter heran. Vor ca. 20 Jahren hat die Wissenschaft angefangen den vorgeburtlichen Einfluss auf das ungeborene Kind zu erforschen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Erlebnisse in der Schwangerschaft das Erbgut des Babys epigenetisch prägen und auch an die folgenden Generationen weitergeleitet werden.
Bei Mehrlingsschwangerschaften ist es noch prägnanter. Zwillinge haben eine viel intensivere Verbindung zueinander, als zur Mutter bzw. den Eltern.
Die Reise von der Zeugung bis zur Geburt wird oft nicht alleine angetreten. Und das öfter als angenommen wurde. Die Experten schätzen, dass ca. jede 3-10. Schwangerschaft als eine Mehrlingsschwangerschaft angelegt ist.
Das beide Kinder geboren werden, geschieht nur zu ca. 1 %.

Eineiige Zwillinge sehen sich zwar fast identisch ähnlich, sie sind jedoch nicht gleich in ihrem Charakter und ihren Fähigkeiten.
Sehr früh teilen sich Zwillinge im Mutterleib die Gehirnschwerpunkte auf.
In der linken Gehirnhälfte ist das rationale, analytische und mathematische Denken und die Fähigkeit zur Abstraktion angelegt.
In der rechten Gehirnhälfte das sprachlich, intuitive, musische, kreative und emotionsgeladene Bereiche.
Daher können sie sich mit ihren Fähigkeiten gegenseitig helfen. Der eine Zwilling ist z.B. mehr musikalisch und der andere ist mehr mathematisch begabt. Das gilt für eineiige, wie auch für zweieiige Zwillinge.
Stirb jetzt der eine Zwilling, so fehlt dem überlebenden Zwilling diese Eigenschaften der anderen Gehirnhälfte. Der eine Zwilling ist rational veranlagt und der andere emotional.

Der verlorene Zwilling

Im Zeitalter des Ultraschalls sieht man heute in der Regel die angelegte Mehrlingsschwangerschaft. Es sei denn, das Embryo geht vor dem ersten Ultraschall. Allerdings wussten die Ärzte und Hebammen schon in Zeiten vor dem Ultraschall von diesen Mehrlingsschwangerschaften. Bei der Untersuchung des Mutterkuchens fanden sie z.B. den eingetrockneten Embryo. Darüber wurde allerdings nicht gesprochen, um die Eltern zu schonen. Im englischen nennt man dieses Phänomen „Vanishing Twin“. Oder es wurden bei späteren Operationen von Zysten und Geschwüren, des überlebenden Zwillings, Haar- und Zahngewebe oder ein eingetrockneter Embryo gefunden.
Liegen die beiden Mutterkuchen sehr dicht beieinander oder Überlappen sich, kann es auch zu einem Austausch von Zellen unter den Zwillingen kommen, so dass der überlebende Zwilling Zellen seines Geschwisterchens in sich trägt.

Was empfindet das Ungeborene im Mutterleib?

Noch bevor sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter einnistet, sind erste Ansätze der Ohren unter dem Mikroskop erkennbar. Es ist das erste funktionierende Organ des Embryos. Er ist zu diesem Zeitpunkt 0,9 mm groß. Erst danach beginnt die Aktivität von Herz und Gehirn.
Das Herz beginnt in der 6. SSW (gynäkologisch gerechnet) zu schlagen. Dieses kleine Wesen hört dann schon das Rauschen des Bluts, sowie das Herz und die Geräusche der Verdauungsorgane seiner Mutter. Es hört aber auch den Blutkreislauf seines Zwillings.
Der Tastsinn und das Wahrnehmen über die Haut beginnt ebenfalls sehr früh. Erste Reaktionen konnten schon bei 2 Monate alten Embryonen beobachtet werden. Ein Embryo kann vermutlich seinen Zwilling schon sehr früh über die Haut fühlen und ertasten. Es gibt wissenschaftliche Nachweise, das Ungeborene Empfindungen haben, auf diese reagieren und sich an vieles später auch noch erinnern können

Von dänischen Ärzten wurde eine Fruchtwasserpunktion bei 16 Wochen alten Föten gefilmt. Dabei blieben die Ungeborenen 2 Minuten regungslos und es war nur ein schwacher Puls messbar. Die Föten waren wie in einem Schockzustand. Sonst war der Puls stärker und hatte Vibrationen.
Oder ein Fötus reagiert auf das Einstechen der Punktionsnadel und bewegt sich ganz schnell weg. Zu diesem Zeitpunkt kann das Ungeborene noch nicht sehen. Die Augen öffnen sich erst in den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten. Spätestens ab der 14. Woche nach der Befruchtung, nehmen sie hell und dunkel wahr.
Bei größeren Föten kann man im Ultraschall häufig erkennen, dass der eine den Arm um den Anderen legt.
Ab der 8. Woche entwickeln sich die Geschmacksknospen und mit 15 Wochen, vermutet man, dass sie schmecken können.
Ab der 12. Woche beginnen sie zu schlucken.

Was empfindet der überlebende Zwilling?

Zwillinge haben eine besondere Verbindung zueinander. Ihr Leben beginnt in der Eizelle gemeinsam im Mutterleib. Das erste was die Embryos fühlen ist Ihr Zwilling. Sie legen die Arme umeinander, spielen und treten sich. Sie hören das Herz Ihres Geschwisterchens schlagen.
Stirbt ein Zwilling, wird der Herzschlag und der Puls weniger und hört letzendlich ganz auf. Das spürt das lebende Embryo. Es weicht dem Geschwisterchen  aus oder zieht sich ganz zurück. Vielleicht nimmt es sogar eine Veränderung im Geschmack des Fruchtwassers wahr.

Es ist bekannt, dass Zwillinge nach Ihrer Geburt nicht getrennt werden sollen. Auch nicht, wenn sie in einen Brutkasten müssen. Anderenfalls können schwer zu reparierende Wunden und Kontaktstörungen entstehen. Ein Zwilling ist immer um den anderen besorgt, wo er ist und ob es ihm gut geht.

Gedicht – Bruder (Der verlorene Zwilling)
https://www.youtube.com/watch?v=2NmPyWDuoJ4

Symptome bei dem überlebenden Zwilling

Die nachfolgenden körperlichen Symptome können bei dem überlebenden Zwilling auftreten. Sie können aber auch andere Ursachen haben.

Psychische Auswirkungen des frühen Verlustes:

  • Schuldgefühle, weil man mehr Glück hatte als der Andere oder weil man dem Anderen Platz weggenommen hat und er deswegen gestorben ist
  • können sich im Leben oft nicht durchsetzen, Schwierigkeiten etwas zu fordern oder Raum einzunehmen
  • Einsamkeit
  • Depressionen
  • An Freunden “kleben”
  • Kraftlosigkeit
  • Chronische Müdigkeit und Schlafkrankheit (Narkolepsie)
  • Verfolgungsgefühle, Angst vor Berührungen und Panik im Fahrstuhl
  • Eifersucht
  • Hauthunger
  • Neigung zu schweren Fehlschlägen und Misserfolgen im Beruf
  • Schwierigkeiten Kinder zu bekommen
  • Die Sehnsucht in den Tod – zu dem verlorenen Zwilling
  • Sprachlosigkeit (manche Autisten)
  • manche Magersüchtige (selten)

Körperliche Auswirkungen beim allein geborenen Zwilling:

  • Hörschwierigkeiten
  • Kurzsichtigkeit
  • Skoliose (seitliche Wirbelsäulenverkrümmung
  • Dermoid, Dermoidzyste und Theratom (Geschwüre mit Haaren, Zähnen u.a. vom toten Anderen)
  • Enge in der Brust/ Herzschmerz
  • Panikattacken, Zitterkrämpfe, Herzrasen, Schüttelfrost und Todesangst
  • Verspannungen
  • Hauterkrankungen
  • Koliken

Der Andere spiegelt sich im Alltag des alleingeb. Zwillings wieder:

  • fasziniert von Spiegeln
  • Kuscheltier sehr wichtig (Zwillingsersatz)
  • Rucksack (Zwillingsersatz)
  • körperwarmes Wasser
  • Tagebuch
  • in eine Ecke des Raumes stellen, wie in der Gebärmutter als der andere gestorben ist
  • oft zweimal das gleiche kaufen müssen
  • wenn das eigene Kind krank ist, kann das schnell an den verlorenen Zwilling erinnern, dem man als Embryo nicht helfen konnte
  • im Beruf schwierig in Konkurrenz zu treten, da sie glauben dem anderen zu viel Platz wegzunehmen, im Mutterleib zu viel Platz beansprucht, deshalb ist der Andere gestorben
  • Tiere ersetzen den verlorenen Zwilling
  • Die große Suche nach dem Zwilling in der weiten Welt – Reisen
  • Einzelgänger, lassen diese Nähe in ihrem Leben nie wieder zu
  • panische Angst vor Berührungen, diese können an den schwimmenden abgestorbenen Klumpen des Zwillings erinner

Mit der Wiederentdeckung eines verlorenen Zwillings können sich endlich die Symptome bessern.

Vorsicht: Die Symptome können auch andere Ursachen haben!

Schmelzzwilling

Sehr schnell sucht er durch viel Nähe beim Partner seinen verlorenen Zwilling. Dem Einling wird, vor allem wenn die erste Verliebtheit vorbei ist, dieses Nähebedürfnis zu viel. Der allein geborene Zwilling kennt dieses Zurückziehen von damals im Mutterleib – eine Welt bricht zusammen. Massive Ängste, den Anderen zu verlieren und eine riesige Sehnsucht überfluten den überlebenden Zwilling.

Fluchtzwilling

Manche alleingeborenen Zwillinge können ihr Herz nur wenig öffnen, damit nicht zu tiefe und gefährliche Gefühle entstehen. Dahinter steht die quälende Angst, dass der Andere gehen könnte. Das fühlt sich für sie absolut lebensbedrohlich an.

Beschreibung der Symptome von alleingeb. Zwillingen. Hier ein paar Bsp.

  1. Ich fühle mich nur halb, es ist als hätte ich nur die halbe Kraft im Leben zur Verfügung…
  2. Sehr oft habe ich das Gefühl, als fehlt mir etwas, um glücklich zu sein…
  3. Einsamkeit ist mein Lebensthema. Schon als Kind habe ich mich so unerträglich einsam gefühlt, so allein. Das geht auch nicht wirklich weg, wenn ich mit Freunden zusammen bin…
  4. Mir steht es nicht zu, viel Geld zu verdienen und dabei in meinem Beruf Freude zu haben…
  5. Ich habe ständig Schuldgefühle, dass ich jemanden etwas wegnehme, dass ich schuldig bin, wenn es jemandem schlecht geht…
  6. Ich habe so eine Angst verlassen zu werden…Ich habe manchmal panische Angstzustände, die ich mir nicht erklären kann und fühle mich von anderen Menschen bedroht. Besonders schlimm ist dieses im Fahrstuhl.
  7. Ich lasse keinen Partner wirklich an mich ran, sobald es zu dicht wird, trenne ich mich…

Alle Angaben „Körperliche Auswirkungen beim allein geborenen Zwilling“ sind aus dem Buch: “Das Drama im Mutterleib”

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zuschauen, ob Sie einen verlorenen Zwilling hatte

  • Familienaufstellungen
  • Hypnose
  • Kinesiologischer Muskeltest
  • Körperliche Erfahrung in der Regression. Das szenarische Nachstellen des Erlebens in der Gebährmutter
  • Warmwasser Tiefententspannung (verschieden Methoden)

Gespräch der Zwillinge im Mutterleib

 

Bericht

Auf der Suche nach dem zweiten Ich
http://www.t-online.de/eltern/schwangerschaft/id_70054128/zwilling-im-mutterleib-verloren-auf-der-suche-nach-dem-zweiten-ich.html

Literatur

Das Drama im Mutterleib – Alfred R. Austermann u. Bettina Zimmermann
Video -Alfred R. Austermann u. Bettina Zimmermann -https://www.youtube.com/watch?v=KkP_1x7rnCc
Ich habe meinen Zwilling verloren. Alleingeborene erzählen: Eine Entdeckungsreise für Suchende – Alfred R. Austermann u. Bettina Zimmermann
Der verlorene Zwilling – Evelyne Steinemann

Susanne Schmeling
Susanne Schmeling
Als spirituelle Künstlerin und Reiki-Meisterin – mit besonderem Sinn für energetische Schwingungen – entdeckte ich vor einigen Jahren, dass durch die Kombination von mir ausgewählter und energetisierter Edelsteine, eine neue kraftvolle Schwingung entsteht, die zu mehr eigener Identität und Lebensfreude führt.

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